Abschreibung/Absetzung für Abnutzung

Ein Unternehmer investiert in ein Wirtschaftsgut mit der Absicht, es längere Zeit (mehr als 1 Wirtschaftsjahr) im Betrieb zu nutzen. Das Wirtschaftsgut wird in das Anlagenverzeichnis aufgenommen und somit aktiviert. Der Anschaffungswert wird durch die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer dividiert, das Ergebnis spiegelt die jährliche Wertminderung des Wirtschaftsgutes und somit die jährliche Abschreibung wider. Buchhalterisch ist die Abschreibung ein Aufwand, jedoch kommt es zu keinem Geldfluss.

Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungswert bis zu € 400,00 (ohne USt) beträgt, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter bezeichnet und sind sofort zur Gänze als Betriebsausgabe absetzbar.

Die Abschreibung startet ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme, unabhängig davon, wann das Wirtschaftsgut gekauft wurde oder die Rechnung bezahlt wurde.
Der steuerrechtliche Begriff für Abschreibung ist Absetzung für Abnutzung (AfA).

Beispiel:
Eine Firma kaufte am 2. Jänner 2010 einen neuen PC um € 1.200,00. Die Nutzungsdauer beträgt 4 Jahre. Somit beträgt die jährliche Abschreibung € 300,00 (= Anschaffungskosten von € 1.200,00 dividiert durch die Nutzungsdauer von 4 Jahren). Im Jahr 2010 sind demzufolge € 300,00 als Betriebsausgabe absetzbar.

TIPP: In den Jahren 2009 und 2010 kann eine vorzeitige AfA in Höhe von 30% der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Anspruch genommen werden. Sollten Sie dazu noch weitere Informationen brauchen, können Sie uns jederzeit kontaktieren!
Siehe auch:
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten