Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Anschaffungskosten bezeichnet die Summe aller Aufwendungen, die geleistet werden, um ein Wirtschaftsgut zu erwerben und es in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Zu den Anschaffungskosten zählen auch die Anschaffungsnebenkosten wie beispielsweise Transportkosten, Zölle, Montage- oder Installierungskosten. Anschaffungspreisminderungen wie Rabatte oder Skonti sind abzuziehen.

Herstellungskosten werden als Wertansatz bei selbst erstellen Wirtschaftsgütern herangezogen. Neben den Material- und Lohneinzelkosten werden auch Material- und Fertigungsgemeinkosten zur Berechnung der Herstellungskosten herangezogen.

Weiters dürfen auch Aufwendungen für freiwillige Sozialleistungen, für betriebliche Altersversorgung und für Abfertigungen hinzugerechnet werden. Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten sind außer Ansatz zu lassen.

Die Herstellungskosten sind ein Begriff der Buchhaltung und dürfen nicht mit den Herstellkosten, einem Begriff aus der Kostenrechnung, verwechselt werden. Bei der Berechnung der Herstellkosten wird beispielsweise auch ein kalkulatorischer Unternehmerlohn oder eine kalkulatorische Abschreibung miteinbezogen. Während bei den Herstellungskosten buchhalterische Kosten herangezogen werden, beinhalten die Herstellkosten auch kalkulatorische Werte.
Siehe auch:
Abschreibung/Absetzung für Abnutzung
Anlagenverzeichnis