Hälftesteuersatz

Steuerpflichtige, die den Gewinn ihres Unternehmens durch den Betriebsvermögensvergleich ermitteln, können diesen bis zum eingetretenen Anstieg des Eigenkapitals (max. € 100.000,00) mit einem ermäßigten Steuersatz versteuern. Ausgenommen sind Übergangs- und Veräußerungsgewinne. Der Eigenkapitalanstieg wird als Gewinn abzüglich Entnahmen zuzüglich betriebsnotwendiger Einlagen definiert. Dieser ermäßigte Steuersatz beträgt die Hälfte des auf das gesamte Einkommen entfallenden Durchschnittsteuersatzes.
Der Hälftesteuersatz gilt weiters für

  • Einkünfte aufgrund von Beteiligungen
  • außerordentliche Einkünfte (z.B. Betriebsveräußerung aufgrund des Todes oder Behinderung des Steuerpflichtigen)
  • Einkünfte aus besonderer Waldnutzung
  • Einkünfte aus der Verwertung patentrechtlich geschützter Erfindungen

Wird der Gewinn, der mit der Hälfte des Durchschnittsteuersatzes besteuert wurde, innerhalb von 7 Jahren entnommen, muss dieser nachversteuert werden.

Siehe auch:
Eigenkapital
Einkommen
Einkunftsarten / Einkünfte
Gewinn
Gewinnermittlungsarten