Mitunternehmerschaft

Mitunternehmerschaften sind Personengesellschaften, die im Rahmen eines Betriebes unternehmerisch tätig sind. Mitunternehmer sind also die Gesellschafter von Personengesellschaften, die betriebliche Einkünfte, das sind Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Einkünfte aus Gewerbebetrieb (siehe “Einkunftsarten”) erzielen. Der Gewinn oder der Verlust, der in der Mitunternehmerschaft erzielt wird, wird je nach Beteiligungsverhältnis auf die einzelnen Mitunternehmer verteilt und direkt bei den Mitunternehmern einkommenssteuerlich erfasst.
Mitunternehmer können nur Personen sein, die ein Unternehmerwagnis (d.h. Risiko eingehen, Initiativen ergreifen usw.) eingehen.
Wenn ein Mitunternehmer kein Unternehmerwagnis eingeht, kann es sein, dass der Mitunternehmer echter stiller Gesellschafter ist. Dieser echte stille Gesellschafter hätte dann Einkünfte aus Kapitalvermögen und sein Gewinnanteil wäre bei der Personengesellschaft Betriebsausgabe. Es kann auch sein, dass der Mitunternehmer nur Darlehensgeber oder als Dienstnehmer weisungsgebunden ist. Wichtig für die Beurteilung der Mitunternehmereigenschaft sind Rechts- und Vertragsverhältnisse.

Siehe auch:
Personengesellschaften
Offene Gesellschaft (OG)
Kommanditgesellschaft (KG)
Einkunftsarten / Einkünfte