10.08.17

Wer ist wirtschaftlicher Eigentümer?

Diese Frage soll bald das Register der wirtschaftlichen Eigentümer beantworten. Unternehmen müssen sich eintragen und die Finanz darf darauf zugreifen.

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Zur Bekämpfung von Briefkastenfirmen, Strohmann-Konstruktionen und Geldwäsche wird ab Jänner 2018 ein Register eingeführt, das die wirtschaftlichen – also die wahren – Eigentümer von Gesellschaften, Vereinen etc. aufzeigen soll. Erstmals werden auch Stiftungen und Fonds mit Ihren Eigentümern bzw. Stiftern zentral erfasst.

 

Wirtschaftlicher Eigentümer

Das neue Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz (WiEReG) sieht als wirtschaftliche Eigentümer natürliche Personen, die z.B. bei Aktiengesellschaften und GmbHs direkt oder indirekt mit mehr als 25 Prozent beteiligt sind. Es kommt allerdings nicht auf die formalen Eigentumsverhältnisse an, sondern es werden jene Personen erfasst, die die tatsächliche Kontrolle ausüben. Bei Treuhandverhältnissen sind das zumeist die Treugeber, bei Privatstiftungen die Stifter und bei Vereinen die Obmänner.

 

Meldeverpflichtung und Erleichterungen

Jeder eintragungspflichtige Rechtsträger ist grundsätzlich verpflichtet, die wirtschaftlichen Eigentümer selbst oder durch ihren Vertreter wie z.B. Steuerberater oder Anwalt einzutragen. Wo es allerdings bereits öffentliche Register gibt, sind umfangreiche Befreiungen von der Meldepflicht vorgesehen. So müssen z.B. OGs, KGs nicht melden, wenn alle persönlich haftenden Gesellschafter natürliche Personen sind. Bei GmbHs entfällt die Meldepflicht, wenn alle Gesellschafter natürliche Personen sind. Auch Vereine müssen nicht melden, da diese im Vereinsregister eingetragen sind. Durch diese Befreiungen dürfte sich die Meldepflicht für den Großteil erübrigen.

2.08.17

Auf Urlaub mit der E-Card

Prüfen Sie Ihren Versicherungsschutz vor Urlaubsantritt.

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In Österreich können Sie mit der E-Card zu jedem Vertragsarzt gehen. In den 28 Ländern der EU, in der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen, Island, Mazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina sind Sie mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK), die sich auf der Rückseite der E-Card befindet, medizinisch versorgt.

 

Für Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro benötigen Sie zusätzlich einen Berechtigungsschein, den Sie bei der Krankenkasse am Urlaubsort bekommen.

 

Für die Türkei brauchen Sie einen sogenannten Behandlungsschein. Dieser wird von Ihrem Dienstgeber bzw. der Gebietskrankenkasse ausgestellt. Selbstständige fordern ihn bei der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) an. Den Betreuungsschein muss man im Ausland beim dortigen Sozialversicherungsträger gegen einen lokalen Krankenschein tauschen.

25.07.17

Erstattung EU-Mehrwertsteuern – Frist 30. September 2017

Haben Sie 2016 im EU-Ausland Waren und Dienstleistungen mit Umsatzsteuer eingekauft? Für die Mehrwertsteuer-Erstattung haben Sie noch bis 30. September 2017 Zeit. Beantragt wird über FinanzOnline. Die Frist kann nicht verlängert werden.

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Antrag über FinanzOnline

Innerhalb der EU erfolgt die Mehrwertsteuer-Erstattung über FinanzOnline. Sie brauchen keine Unternehmerbescheinigung (U70). Bei Rechnungen über 1.000 Euro netto bzw. über 250 Euro netto bei Kraftstoffen darf der jeweilige Mitgliedstaat Rechnungskopien verlangen, die elektronisch mit dem Antrag bis 30.9. übermittelt sein müssen. Eine spätere Nachreichung ist nicht möglich und es kommt zur Aberkennung der Vorsteuern. Deutschland hat von diesem Recht Gebrauch gemacht – Österreich hingegen nicht.

 

Darüber hinaus dürfen alle EU-Staaten Kopien auch von anderen Rechnungen nachfordern.

 

Die Mindesthöhe an Vorsteuern beträgt 50 Euro für das gesamte Jahr bzw. 400 Euro für einen kürzeren Erstattungszeitraum (mind. drei aufeinander folgende Monate). Für die Erledigung hat der jeweilige EU-Staat vier Monate Zeit. Wenn noch zusätzliche Informationen angefordert werden, darf es bis zu acht Monate dauern. Dauert es länger, bekommt der Antragsteller Guthabenzinsen.

20.07.17

Monatliche SV-Meldung wieder verschoben

Die Sozialversicherungen planen schon seit langem eine radikale Modernisierung in der Personalverrechnung. Da sich die Umsetzung schwierig gestaltet, ist eine weitere Verschiebung notwendig.

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Ursprünglich hätte die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) am 1.1.2017 in Betrieb gehen sollen. Dann war es der 1.1.2018. Nun wurde um ein weiteres Jahr verschoben und die mBGM soll ab 1.1.2019 in Vollbetrieb gehen.

 

Blick in die Zukunft

Die Einführung der mBGM bedeutet eine komplette Systemumstellung für Dienstgeber und Sozialversicherung, die vor allem Vereinfachungen und administrative Erleichterungen bringen soll. Statt 400 Beitrags- und Verrechnungsgruppen soll ein schlüssig aufgebautes Tarifsystem kommen. Die Abwicklung erfolgt webbasierend digital und der Abgleich mit der Sozialversicherung soll monatlich elektronisch erfolgen.

14.07.17

Beschäftigungsbonus beschlossen

Der Nationalrat hat die Weichen für den Beschäftigungsbonus gestellt und das notwendige Budget beschlossen. Anträge sind ab 1. Juli möglich.

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Wer einen neuen vollzeitäquivalenten Arbeitsplatz schafft, kann einen Beschäftigungsbonus beantragen. Der Bonus in Höhe der halben Lohnnebenkosten beträgt bis zu 15 Prozent vom Bruttolohn. Der neue Mitarbeiter muss entweder arbeitslos gemeldet, Bildungsabgänger oder Jobwechsler sein.

 

Mit der Abwicklung ist die Austria Wirtschaftsservice (aws) beauftragt worden, die derzeit an der Förderrichtlinie arbeitet.

5.07.17

200 Euro für Gründer

Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer bekommen mit Gutschein 200 Euro Rabatt auf den ersten Jahresabschluss.

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Es gibt sie wieder: Die Aktion der Kammer der Wirtschaftstreuhänder zur Start-up-Förderung. Neu gegründete Unternehmen erhalten einen Gutschein über 200 Euro, den sie für die erste Bilanz oder Einnahmen-Ausgaben-Rechnung bei ihrem Steuerberater einlösen können.

 

Das ist zu tun:

  1. Gutschein anfordern auf www.niemals-ohne.at
  2. Gutschein mit Kopie der Neufög-Bestätigung beim Steuerberater einlösen
  3. Steuerberater zieht 200 Euro von der Honorarnote ab