Quellensteuer

Die Quellensteuer ist ein Begriff des internationalen Steuerrechts. Es handelt sich bei der Quellensteuer zumeist um eine Ertragssteuer, die direkt an der Quelle, d.h. dort, wo die Steuer entsteht, abgezogen wird. Somit überweist der Schuldner aus dem Ausland nur mehr den Nettobetrag an den Gläubiger im Inland.

Steuerpflichtige, die in Österreich ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben, unterliegen mit dem Welteinkommen, d.h. mit allen in- und ausländischen Einkünften, der österreichischen Steuerpflicht. Wenn im Ausland bereits eine Steuer eingehoben wurde und in Österreich derselbe Tatbestand ebenfalls der Steuer unterworfen wird, entsteht eine Doppelbesteuerung.

Um diese zu verhindern, gibt es sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), die das Land Österreich mit anderen Staaten abgeschlossen hat. Ein DBA regelt, welcher der beiden Staaten welches Einkommen besteuern darf und welche Voraussetzungen dafür vorliegen müssen.

Der Quellensteuer unterliegen Zinsen, Dividenden, Lizenzgebühren und Dienstleistungen. Die bereits im Ausland bezahlte Quellensteuer wird in den meisten Fällen im Ansässigkeitsstaat des Steuerpflichtigen angerechnet.

Siehe auch:
Doppelbesteuerung