Vorsteuer

Grundsätzlich wird einem Unternehmer bei einem Waren- oder Leistungskauf eine Rechnung mit Umsatzsteuer ausgestellt. Ziel der Finanzverwaltung ist es aber, den Letztverbraucher/den Konsumenten der Ware mit der Umsatzsteuer zu belasten, daher darf sich der Unternehmer die auf der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt rückerstatten lassen. Die Vorsteuer ist also die Umsatzsteuer, die sich ein Unternehmer von seinem Finanzamt rückerstatten lässt. Die Umsatzsteuer, die somit zwischen Unternehmern verrechnet wird, ist in jedem Unternehmen ein Durchlaufposten.
Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug:

  • Vorsteuerabzugsberechtigt sind alle Unternehmer im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit. Die Lieferung oder Leistung muss zu mindest 10% unternehmerischen Zwecken dienen (100% Vorsteuer und Eigenverbrauch oder nur Vorsteuer vom unternehmerischen %-Anteil).
  • Die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer, die sich der leistungsempfangende Unternehmer als Vorsteuer abziehen will, muss in Zusammenhang mit einer Lieferung oder Leistung von einem anderen Unternehmen an sein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen stehen.
  • Die Umsatzsteuer muss gesondert in der Rechnung ausgewiesen werden. Ausnahmen gibt es für Kleinbetragsrechnungen, Fahrscheine (Vorsteuerabzug ist zulässig, wenn auf dem Fahrschein die Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen wird – die Quittung über die Bezahlung des Fahrscheins wird nicht benötigt; Belege über die Benutzung von Platz- und Mietwagen (Taxi) gelten nicht als Fahrausweise) und Reisekosten (10% Vorsteuer).
  • Die Rechnung muss alle gesetzlichen Rechnungsbestandteile enthalten.

Siehe auch:
Unternehmer
Umsätze
Umsatzsteuerjahreserklärung
Umsatzsteuersatz
Umsatzsteuervoranmeldung (UVA)